Vorzüge
- Mehrzweckanzeige inklusive
- Kurvenlenker für effiziente Fahrt.
- Besitzt Scheibenbremsen
Nachteile
- Größeres Gewicht

Der Radsport erfreut sich in Deutschland und weltweit anhaltender Beliebtheit – und viele Menschen möchten dabei auch gelegentlich die asphaltierten Straßen verlassen und durch die Natur radeln. Ein Gravel Bike – gewissermaßen eine Mischung aus Mountainbike und Rennrad – erlaubt Ihnen genau das. Denn wenn Sie auf einem Cyclocross-Gravel-Bike unterwegs sind, bewältigen Sie unwegsame Feldwege, kommen aber auch auf der Straße schnell voran.
In unserem Gravel-Bike-Vergleich 2025 auf BILD.de erklären wir Ihnen worauf es beim Kauf eines Gravel-Racers ankommt und wie Sie das beste Gravel Bike für Ihre eigenen Ansprüche identifizieren können.
Gravelbikes vereinen die besten Eigenschaften von Mountainbikes und Rennrädern. Daher können Sie mit einem Gravel Bike flexibel Ihre Route wählen, ohne besonderes auf die Bodenbeschaffenheit achten zu müssen.
Ein Gravel Bike erkennen Sie oft schon von weitem, denn die Kombination aus gebogenem Rennrad-Lenker, meist starrer Gabel und Laufrädern mit breiten MTB-Reifen sticht auch optisch hervor. Die vom Rennrad entlehnten Elemente Gabel und Lenker erlauben es Ihnen, auf asphaltierten Wegen Ihre ganze Energie auf die Straße zu bringen. Die breiteren Mountainbike-Reifen entlasten hingegen Ihre Arme und Gelenke, wenn es auf Offroad-Strecken einmal etwas holpriger zugeht.
Während klassische Rennräder und Mountainbikes einem Gravel Bike in ihrer jeweiligen Spezialdisziplin klar überlegen sind, überzeugt das Gravel Bike durch seine besondere Flexibilität. Daher eignet es sich besonders gut für Menschen, die sich nicht schon im Vorfeld auf einen speziellen Strecken-Typus festlegen möchten.
Im Vergleich mit einem Mountainbike besticht ein Gravel-Fahrrad durch sein geringeres Gewicht und die deutlich höhere Straßentauglichkeit, im Vergleich mit einem Rennrad durch seine Geländegängigkeit und die Möglichkeit, auch im Winter mit dem Rad zu trainieren.

Ideale Bedingungen für einen Cyclocross-Gravel-Bike-Test: Schotterweg, gemäßigte Steigung, wunderschöne Natur. Wir empfehlen dennoch das Tragen eines Helms.
Allerdings ist das Gravel Bike im Gegensatz zum Mountainbike eher für Feldwege als für echte Trails oder Downhill-Strecken geeignet. Auf der Straße verliert es aufgrund seines höheren Gewichts den Geschwindigkeitswettkampf mit dem Rennrad.
Wenn Sie ein Gravel Bike kaufen möchten, gibt es verschiedene Aspekte, auf die Sie acht geben sollten. Im folgenden Kapitel unseres Gravel-Bike-Ratgebers 2025 auf BILD.de erläutern wir Ihnen, wie sich verschiedene Bauteile (wie Rahmen, Bremsen oder Lenker) auf die Fahreigenschaften und den Komfort eines Cyclocross-Gravel-Bikes auswirken, damit Sie die richtige Kaufentscheidung treffen können.
Beim Kauf eines Gravel Bikes haben Sie die Wahl zwischen Modellen mit Stahl-, Aluminium- und Carbonrahmen. Die verschiedenen Material-Typen unterschieden sich sowohl hinsichtlich ihres Gewichts als auch hinsichtlich ihrer Fahreigenschaften.

Großer Vorteil eines Stahl-Gravel-Bikes: Der Rahm federt in sich leicht und erhöht so den Fahrkomfort.
Allgemein gilt, dass Gravel-Bike-Rahmen aus Stahl eher schwer sind, dafür gelten sie als ausgesprochen robust und können auch ohne Federgabel kleinere Bodenunebenheiten abfedern. Aluminumrahmen sind insgesamt leichter, allerdings ist das Material relativ steif – ein Aluminium-Cyclocrosser gleicht also unebenes Gelände schlechter aus als ein Stahl-Gravel-Bike.
Die besten Gravel Bikes verfügen über einen Carbonrahmen aus Kohlefasermaterial. Diese Rahmen sind besonders leicht, dafür aber erheblich teurer als Stahl- oder Aluminumrahmen. Außerdem sind sie etwas empfindlicher und können bei einem Unfall brechen.
In der folgenden Tabelle haben wir Ihnen die Eigenschaften der verschiedenen Material-Kategorien noch einmal gegenübergestellt.
| Stahlrahmen | Aluminiumrahmen | Carbonrahmen |
|---|---|---|
| besonders robust in sich federnd | verhältnismäßig leicht relativ robust | besonders leicht |
| verhältnismäßig schwer | recht steif, kaum Federwirkung | recht empfindlich teuer |

Wegen ihrer besonders starken und gut zu dosierenden Bremswirkung sind in den besten Gravel-Bikes hydraulische Scheibenbremsen verbaut.
Die meisten Gravel Bikes sind mit Scheibenbremsen ausgestattet, klassische mechanische Felgenbremsen (V-Brakes) finden sich nur bei besonders günstigen Gravel Bikes. Gerade bei schlechteren Boden- oder Wetterbedingungen liefern Scheibenbremsen eine deutlich stärkere Bremswirkung als Felgenbremsen.
Doch auch bei Scheibenbremsen gibt es verschiedene Typen, die sich deutlich hinsichtlich ihrer Bremswirkung unterscheiden: mechanische und hydraulische Scheibenbremsen. Mechanische Scheibenbremsen werden, ähnlich wie klassische V-Brakes, durch einen Bowdenzug ausgelöst, bei hydraulischen Scheibenbremsen kommt hingegen ein System mit Bremsflüssigkeit zum Einsatz.
Dadurch lässt sich bei einem Gravel Bike mit hydraulischen Scheibenbremsen die Bremswirkung besser dosieren und ist auch insgesamt stärker. Generell sind aber beide Scheibenbremsen-Typen für den Einsatz im Gelände geeignet. Von Gravel Bikes mit Felgenbremsen raten wir hingegen eher ab.
Achtung: Auch wenn hydraulische Scheibenbremsen als sehr zuverlässig gelten, ist für eine Reparatur Spezialwerkzeug notwendig – um einen Ausflug zum Fahrradladen kommen Sie also nicht herum. Eine mechanische Scheibenbremse können Sie hingegen mit etwas technischem Geschick auch selbst warten.

Durch ihre größere Breite und stärkere Profilierung erhöhen Gravel-Bike-Reifen die Sicherheit auf unbefestigen Strecken enorm.
Die Reifen sind das Bauteil, bei dem sich bei einem Gravel Bike am stärksten von einem Rennrad unterscheidet. Während Rennräder üblicherweise schmale Reifen (zwischen 23 und 28 mm) mit wenig Profil haben, finden Sie an Gravel Bikes meist Reifen mit einer Breite von 30 bis 45 mm, die deutlich profiliert sind.
Durch die größere Reifenbreite und das ausgeprägte Profil kommen Sie mit einem Gravel Bike auch auf Schotterpisten oder Waldwegen schnell voran, ohne Gefahr zu laufen, dass Ihnen das Rad in der Kurve wegrutscht. Diese Vorteile eines Gravel-Reifens gehen beim Fahren auf einer asphaltierten Straße jedoch mit einem gewissen Effektivitäts- und Geschwindigkeitsverlust einher.
Alle Modelle in unserem Gravel-Bike-Vergleich 2025 auf BILD.de sind mit einer Kettenschaltung ausgestattet, die es erlaubt, die Übersetzung des Antriebs (und damit den notwendigen Krafteinsatz beim Treten) dem jeweiligen Gelände anzupassen.
Bei der Anzahl der Gänge reicht die Bandbreite von 9-Gang- bis 22-Gang-Schaltung. Je mehr Gänge die Schaltung besitzt, desto feiner können Sie die Übersetzung einstellen. Allerdings muss eine Schaltung mit weniger Gängen nicht schlechter sein als eine mit vielen Gängen. Die verschiedenen Schaltgruppen unterscheiden sich auch hinsichtlich ihres Schaltkomforts und ihrer Langlebigkeit.
Tipp: Von der Marke der Gangschaltung sollten Sie Ihre Kaufentscheidung nicht abhängig machen. Denn die wichtigsten Hersteller haben beide hervorragende Schaltgruppen im Programm. Ob Sie ein Gravel Bike mit SRAM- oder Shimano-Schaltung kaufen, ist also nebensächlich.

Nicht nur fürs Rennrad: Der ikonische Bügellenker kommt häufig auch als Gravel-Bike-Lenker zum Einsatz.
Beim Gravel Bike wird wie beim klassischen Rennrad üblicherweise ein Bügellenker (im allgemeinen Sprachgebrauch auch: Rennlenker) verwendet. Dieser bietet durch seine verschiedenen Griffpositionen einen erhöhten Fahrkomfort und erlaubt durch die potenziell aerodynamischere Haltung beim Fahren auch das Erreichen höherer Geschwindigkeiten.

Mit ein bisschen Arbeit und dem passenden Zubehör können Sie jedes Gravel Bike auch zum Tourenrad umrüsten.
Wie auch bei anderen Sportfahrrad-Arten üblich werden viele Gravel Bikes ohne Pedale ausgeliefert. Dies erlaubt es dem Nutzer, selbst das passende Pedal auszuwählen. Vor allem bei Klickpedalen ist das wichtig, da Fahrradschuhe und Pedale zusammenpassen müssen. Allerdings heißt das auch, dass Sie zusätzlich zu den Kosten des Cyclocross-Gravel-Bikes auch noch den Preis eines Pedal-Satzes einkalkulieren müssen.
Auch über die Pedale hinaus ist die Ausstattung eines Gravel-Fahrrads meist recht reduziert. Auf das Beilegen von Schutzblechen, Scheinwerfern oder Reflektoren verzichten fast alle Hersteller. Je nach Verwendungszweck müssen Sie an Ihrem Gravel Bike also noch einiges nachrüsten. Dann lässt sich aber so gut wie jedes Gravel Bike auch in ein sehr passables Trekking- oder Reiserad umrüsten.
Achtung: Wenn Sie mit Ihrem Gravel Bike auf öffentlichen Straßen fahren möchten, müssen Sie zwangsläufig Beleuchtung, Klingel und Reflektoren nachrüsten. Diese Bestandteile schreibt die StVO verbindlich vor.

Damit Sie auf Ihrem Gravel Bike ordentlich fahren können, sollten Sie einen Rahmen wählen, der zu Ihrer Körpergröße und Statur passt. Für das beste Ergebnis sollten Sie im Fachhandel Ihre Schrittlänge ermitteln lassen, um die passende Rahmengröße zu finden.
Näherungsweise können Sie sich aber auch anhand Ihrer Körpergröße für eine Rahmenhöhe entscheiden. In der folgenden Tabelle haben wir Ihnen aufgeführt, die entsprechenden Werte aufgeführt.
| Rahmengröße | geeignet für Körpergröße |
|---|---|
| 47 – 51 cm | 155 – 165 cm |
| 51 – 55 cm | 165 – 175 cm |
| 55 – 60 cm | 175 – 185 cm |
| 60 – 64 cm | 185 – 195 cm |
| ab 64 cm | ab 195 cm |
Auch wenn Fahrräder bei der Stiftung Warentest häufiger thematisiert werden, wurde dort bisher noch kein einschlägiger Gravel-Bike-Test durchgeführt. Bei der weitergehenden Suche nach einem Gravel Bike mit Testsieger-Qualitäten sollten Sie also eher einschlägige Fahrradmagazine konsultieren.

Um Ihnen die Orientierung im spezialisierten Markt für Gravel-Rennräder (bei Aldi oder Lidl finden Sie diese in der Regel nicht) zu erleichtern, haben wir die wichtigsten Marken und Hersteller, die Gravel Bikes vertreiben, für Sie zusammengestellt:
Pedelecs (oder E-Bikes, wie sie häufiger genannt werden) liegen voll im Trend. Und gerade die Flexibilität, die ein Cyclocross-E-Bike verspricht, macht es zu einer guten Wahl sowohl für den Arbeitsweg als auch für sportliche Ausfahrten am Wochenende. Daher haben diverse Anbieter auch Gravel-E-Bikes und Cyclocross-E-Bikes im Programm.
» Mehr InformationenNein, Gravel-Racer sind grundsätzlich Unisex-Modelle. Gravel-Rahmensets haben die klassische Diamant-Rahmenform, wie man sie von Herrenrädern kennt, können aber von beiden Geschlechtern gefahren werden. Spezielle Gravel Bikes für Damen sind daher unnötig.
» Mehr InformationenPlatzierung | Produktname | Bewertung | Rennlenker | Vorzüge | Kosten | Verfügbar: |
|---|---|---|---|---|---|---|
Position 1 | Graveler 1.0 von Prophete | sehr gut | Mehrzweckanzeige inklusive | ca. 1.079 € | ||
Position 2 | KARB0018-R-53cm-DE von Kabon | sehr gut | Breites Gangsortiment | ca. 1.499 € | ||
Position 3 | Sterrato 5.0 von AIRTRACKS | sehr gut | Besitzt Scheibenbremsen | ca. 999 € | ||
Position 4 | Sterrato 3.0 von AIRTRACKS | gut | Inklusive Pedale | ca. 949 € | ||
Position 5 | Grado 2.0 von Attabo | gut | Exzellente Bauteile | ca. 697 € |
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